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Erfahrungsberichte1 Jahr Wärmepumpe im Altbau - mein Fazit
Hallo zusammen,
vor genau einem Jahr habe ich in meinem Altbau aus den 1960er Jahren eine Luft-Wasser-Wärmepumpe einbauen lassen und wollte mal meine Erfahrungen teilen. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen, der mit ähnlichen Gedanken spielt.
Zunächst mal die Eckdaten: Das Haus hat etwa 140 m² Wohnfläche, war vorher mit einer alten Gasheizung ausgestattet und nicht besonders gut gedämmt (nur teilweise nachgerüstet). Ich habe mich für eine Split-Wärmepumpe entschieden, da eine Sole-Wasser-Variante bei uns nicht möglich war.
Das erste Jahr war eine echte Lernkurve. Im Sommer und in den Übergangszeiten läuft die Anlage super effizient – die Heizkosten sind deutlich gesunken und ich bin mit der Wärmeversorgung sehr zufrieden. Allerdings muss ich zugeben, dass die kalten Wintertage eine Herausforderung waren. Bei Temperaturen unter -5°C braucht die WP deutlich mehr Strom und ich hatte zeitweise einen elektrischen Heizstab als Zusatz laufen, was den Verbrauch natürlich in die Höhe treibt.
Ein wichtiger Punkt: Die Vorlauftemperaturen. Im Altbau sind oft höhere Temperaturen nötig, um die Räume warm zu bekommen. Bei mir liegen sie im Winter bei bis zu 45°C, was die Effizienz etwas schmälert. Ich überlege jetzt, ob ich noch in eine bessere Dämmung investieren sollte, um das zu optimieren.
Alles in allem bin ich trotz der Hürden zufrieden. Die Anlage läuft zuverlässig, der Komfort ist hoch und ich fühle mich besser, weil ich weniger fossile Brennstoffe verbrauche. Für alle, die es planen: Macht euch unbedingt vorher Gedanken zur Dämmung und lasst euch gut beraten – im Altbau ist es kein Selbstläufer, aber machbar!
Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder Tipps zur Optimierung? Würde mich über einen Austausch freuen.